Leberklößchen selbstgemacht – ungefähr nach Mutters Rezept

Leberklößchen in der Suppe, die habe ich immer gern gegessen. So grob hatte ich noch im Kopf, wie meine Mutter früher immer Leberklößchen selbst gemacht hat. Ganz sicher nicht, aber sicher genug, um beim Metzger meines Vertrauens ein knappes Pfund Rinderleber zu kaufen.

Ob Mutter dazu Zwiebeln in Butter angeschwitzt hat? Oder war das nur bei den Semmelklößen? Egal, ich hab mal welche in kurz in die Pfanne gehauen, mit etwas Petersilie vom Balkon.

Nächste Hürde — Mutter hatte einen Fleischwolf, durch den sie die Leber gedreht hat. Ich habe aber keinen Fleischwolf. Dann muss eben das Schweizer Taschenmesser unter den Küchenwerkzeugen herhalten — der Stabmixer. Damit konnte ich die Leber klein machen, aber kleiner Bröckchen blieben und ich habe den Eindruck, dass ein Fleischwolf die bessere Wahl wäre, wenn man sie denn hat.

Dann kam noch ein Schwung Semmelbrösel dazu und auch Pfeffer, Salz und Muskat, bis der Teig eine angenehme Konsistenz bekam. Dann Klößchen daraus formen und im Kühlschrank noch mal eine Stunde ziehen lassen.

Dann habe ich noch eine leckere Gemüsebrühe angesetzt und die Leberklößchen etwa 20 Minuten einfach in der Brühe ziehen — nicht kochen — lassen.

Auf wenn Mutter Leberklößchen anders schmeckten — lecker waren meine auch! 🙂

Austernpilze mit grünem Spargel

Ein urfränkisches Essen! Kartoffeln aus Franken, grüner Spargel aus Franken und sogar die Austernpilze stammen aus dem unterfränkischen Unterpleichfeld. Nur der Parmesankäse ist aus Italien.

Die Pilze und der Spargel sind eine leckere Kombination,  da braucht es gar nicht viel mehr dazu.

Ich habe auf dem Markt 500 Gramm grünen Spargel gekauft und 300 Gramm Austernpilze. Der Spargel war am unteren Ende ein klein wenig holzig, darum hab ich die unteren Enden auch geschält. Die Pilze habe ich relativ grob gelassen, nur die ganz Großen habe ich halbiert.

Los geht es an den Töpfen mit den Salzkartoffeln, die brauchen am längsten, so um die 20 Minuten, je nach Größe. Die Spargelstangen habe ich halbiert und im Salzwasser nur gut 5 Minuten blanchiert — ich mag ihn noch knackig. Und gleichzeitig kommen die Austernpilze mit Öl und Knoblauch in die heiße Pfanne  — aber auf jeden Fall ungewürzt! Die werden dann auch nur ein paar Minuten leicht angebraten, dann kommt der Spargel dazu und beides wird in der Pfanne nochmal durchgeschwenkt. Ganz zum Schluss Pilze und Spargel salzen und pfeffern.

Alles auf die Teller, Parmesan darüber hobeln und guten Appetit bei dem ganz einfachen Essen.