Muscheln mit R

Schuld daran ist Moggadodde. Sie hat mich zur Kurzem zu sich zum Essen eingeladen. Zum Muschelessen. Miesmuscheln. Durch irgendwelche familiäre Verstrickungen ist das eine oft aufgetischte Tradition in ihrem Hause. Ganz im Gegensatz zu meinem Hause und zu meinen familiären Verstrickungen. Ich habe nämlich bis dato kaum mal wirklich Muscheln gegessen. Doch diese kulinarische Lücke wurde überaus lecker gestopft. Ich habe an diesem Abend Moggadodde und ihrem Mann an ihrer Seite über die Schulter geguckt und mich wenige Wochen später selbst an den Topf gemacht — ohne große Ahnung. Ein Kochdepp eben. Es sah allerdings auch wirklich sehr einfach aus. 😊 ...

9. Januar 2020 · 2 min · kochdepp

Wahlkreuz aus der Pfanne ohne Nutella

Mein Rezept für den Sonntag der Bundestagswahl 2017: Wahlkreuzpfannkuchen. Dazu nehme ich 150 Gramm Weizenmehl, 250 Milliliter Milch, ein Ei, eine Prise Salz und sechs Prisen Vanillzucker. Dann mit mit einem lockeren Handgelenk erst den Kreis vorsichtig in die heiße fettige Pfanne gießen und das Kreuz hinterher. Als süße Zugabe für den Wahlpfannkuchen geht so ziemlich alles. Außer Nutella, Schokolade oder alles was braun ist. Ausnahmsweise. Gegessen werden darf der Wahlpfannkuchen nur unmittelbar vor oder nach dem Gang zur Wahlurne an diesem Tag. Briefwähler dürfen auch schon vorher reinbeißen. Hauptsache, es wird gewählt!

24. September 2017 · 1 min · kochdepp

Radieschenblätter als leckeres Pesto

Radieschenblätter habe ich jahrelang als Küchenabfall in den Biomüll geworden. Dabei kann man daraus wirklich etwas Gutes zu zaubern. Aber darauf musste ich erst mal gestoßen werden. An Neujahr gab es wie in jedem Jahr Sauerkraut. Als wäre das nicht genug, wurde ich am Abend noch spontan zu Bloggerfreunden zum Raclette-Reste-Essen eingeladen. Dort lagen noch die Weihnachtsgeschenke unter dem Baum, darunter ein kleines Rezeptbuch für Pestos und Chutneys. Beim sekundenlangen Durchblättern im Daumenkino-Stil sah ich nur die Überschrift „Radieschenblätterpesto“. Und da ich ja gerne mal originelle Pestos abseits des Basilikums ausprobiere, habe ich heute gleich mal einen Bund Radieschen gekauft. ...

2. Januar 2016 · 2 min · kochdepp

Trombini – Ein Rezept im Test

Gestern kam bei mir aus dem Nichts Lust auf ein paar Trombini als Snack auf. Die Pizzastangen esse ich ja wirklich gern, habe sie allerdings noch nie selbst gemacht. Also habe ich es mal mit einen eigenem Rezept ausprobiert. Im Grunde habe ich dazu einen Pizzateig gebraucht. Den mache ich mit 500 Gramm Weizenmehl, 300 Gramm Wasser, ein paar Prisen Salz, ein wenig Pfeffer, einen halben Würfel Hefe und — ganz wichtig — vier bis fünf Esslöffel Olivenöl. ...

6. Dezember 2015 · 2 min · kochdepp

Toastbrot selber machen: pre-alpha

Beim letzten Genusstreffen ist mal wieder das Stichwort „selbstgebackenes Toastbrot“ gefallen, eine Sache, die mich schon länger gereizt hat. Und nun habe ich, ohne groß nachzudenken, dem Reiz mal nachgegeben. Also an den Rechner gesetzt und im Netz nach dem erstbesten Toastbrot-Rezept gesucht, das relativ leicht backbar schien. Fündig wurde ich im Kochkino. Alle Zutaten rein in die Schüssel, kneten und stehen lassen. Als der Teig fertig aufgegangen, habe ich gemerkt, dass ich den im Rezept angegebenen Esslöffel Öl vergessen habe. Aber Butter war ja genug drin. ...

27. Juli 2014 · 2 min · kochdepp

Wochenendbrot mit Sonnenblumenkernen

Nicht nur der Brotkasten war am Sonntag leer, irgendwie musste ich die Zeit zum WM-Finalspiel am Abend verbringen. Also, ran an das Roggenmehl! Es gab ein Roggenmischbrot mit Sonnenblumenkernen. Ich habe mal ein wenig mit der Wassermenge im Teig experimentiert und statt etwa 380 Millilitern mal gut 450 Milliliter genommen. Und was hab ich gelernt? Brotbacken ist nichts für blinde Experimente; der Teil wurde zu weich und war kaum in Form zu bringen. In der Kastenform war das nicht schlimm, aber die beiden frei geformten Brote sind binnen Minuten zu Fladen zusammengefallen. Geschmacklich gut, aber optisch weit weg von optimal. ...

14. Juli 2014 · 1 min · kochdepp

Brotbacken mit Werner – Der Trailer

Vor gut einer Woche war ich in Werners „Piccola Panetteria“ zu Gast, um mal so richtig das Brotbacken zu lernen. Ich bin dadurch kein Profi geworden, aber ich habe mal gesehen, wie es richtig gehen kann und viele Tipps und Kniffe mitgenommen. Wir haben große Teile der Back-Session auf Video und Audio aufgenommen, nur muss ich das Ganze noch zusammenschneiden (und erst mal das Rohmaterial sichten, ob überhaupt was brauchbares dabei ist) — das aber es mangelt mir gerade an Zeit und (daheim) Software. ...

11. Mai 2014 · 1 min · kochdepp

Pesto aus Feldsalat

Wie so oft entstehen bei mir leckere Gerichte aus Not und Planlosigkeit. Am Samstag habe ich für das Wochenende Kopfsalat und Feldsalat gekauft. Leider habe ich vergessen, an diesem Tag einen der Salate auch zu essen. Darum hatte ich am Sonntag zwei Salate in der Küche, denen ich beiden nicht zutraute, noch den Montag zu erleben. Gewaschener Feldsalat Da Feldsalat — in meiner Heimat auch als Schafmäuli bekannt — auch so ein zuppeliges Grünzeug wie Rucola ist, habe ich einfach den blinden Versuch durchgeführt, daraus ein Pesto zu machen. Leider sah die Zutatenauswahl in der Küche nicht toll aus — keine Pinienkerne und auch kein Knoblauch (was bei mir extrem selten vorkommt). Also improvisieren — und damit war ich an diesem Sonntag nicht der einzige. 😉 ...

23. März 2014 · 2 min · kochdepp

Paul und Paulas Enteneier

Enteneier mit Beipackzettel Vor ein paar Wochen veröffentlichte die Sammelhamsterin ein Rezept für Entenspiegelei und Bärlauch. Eier von Enten habe ich noch nie gegessen, und nach einem kurzen Schwätzchen bei Facebook wollte sie mir Bescheid geben, wenn sie wieder welche bekommt. Und am Freitag — ebenfalls vor ein paar Wochen — war es soweit. Vor der Tür lag eine Pappschachtel, darin fünf Enteneier und eine Grußbotschaft von Frau Sammelhamster mit einem Bild der Erzeugerin Paula und Lege-Muse Paul. ...

23. März 2014 · 2 min · kochdepp

Urmöhre, der Gemüsedinosaurier?

„Fränkische Urmöhre“ war auf dem Schild beim Gemüsehändler zu lesen, was mich sehr verwirrte. Die Worte „Fränkisch“ und „Möhre“ gehen bei mir gar nicht zusammen, in meinem unterfränkisch geprägtem Sprachzentrum heißen diese länglichen orangen Wurzeln „Gelbe Rüben“. Urmöhre im Urzustand Und bei „Urmöhre“ hatte ich sowieso gleich die legendären Urzeitkrebse von Yps im Kopf, was nicht ganz zu meinem Aufenthalt im Gemüseladen gepasst hat. Trotz dieser wirren Gedankenblitze war mir diese dicken dunkelvioletten Wurzeln mit ihren oranglichen Gnubbeln sympathisch. Also eingepackt, bezahlt und nach Hause mit ihnen. ...

4. Februar 2014 · 2 min · kochdepp