Rote Linsen mit Restgemüse

Ich fahre für ein paar Tage weg, darum musste das Gemüsefach im Kühlschrank geräumt werden. Viel war eh nicht mehr drin, nur ein paar Paprika, paar Karotten, ein Stück Ingwer, ein kleiner Bund Petersilie und ein kleiner Bund Dill.

Ich fahre für ein paar Tage weg, darum musste das Gemüsefach im Kühlschrank geräumt werden. Viel war eh nicht mehr drin, nur ein paar Paprika, paar Karotten, ein Stück Ingwer, ein kleiner Bund Petersilie und ein kleiner Bund Dill. Eine Zwiebel und rote Linsen waren noch im Vorratsregal.

Die Zwiebel habe ich in der Pfanne angeschwitzt, die grob geschnittenen Paprika, Karotten und Ingwer mit dazu und die nur grob gehackte Petersilien und Dill — einschließlich der Stengel — dann auch mit rein. Dazu zwei Esslöffel Tomatenmark und ein wenig Wasser, Salz und Pfeffer. Das Gemüse habe ich dann bei kleiner Hitze schmurgeln lassen. Parallel dazu hab ich rote Linsen gekocht, sie dann abgegossen und zu dem Gemüse gegeben.

Beim Servieren kommt noch ein Klecks saurer Sahne obendrauf — Veganer können die natürlich weglassen.

Nun kann ich beruhigt und satt wegfahren …

Ich fahre für ein paar Tage weg, darum musste das Gemüsefach im Kühlschrank geräumt werden. Viel war eh nicht mehr drin, nur ein paar Paprika, paar Karotten, ein Stück Ingwer, ein kleiner Bund Petersilie und ein kleiner Bund Dill. Eine Zwiebel und rote Linsen waren noch im Vorratsregal.  Die Zwiebel habe ich in der Pfanne angeschwitzt, die grob geschnittenen Paprika, Karotten und Ingwer mit dazu und die nur grob gehackte Petersilien und Dill -- einschließlich der Stengel -- dann auch mit rein. Dazu zwei Esslöffel Tomatenmark und ein wenig Wasser, Salz und Pfeffer. Das Gemüse habe ich dann bei kleiner Hitze schmurgeln lassen. Parallel dazu hab ich rote Linsen gekocht, sie dann abgegossen und zu dem Gemüse gegeben.  Beim Servieren kommt noch ein Klecks saurer Sahne obendrauf -- Veganer können die natürlich weglassen.  Nun kann ich beruhigt und satt wegfahren ...  Paprika und Karotten mit roten Linsen - und einen Klecks sauerer Sahne Paprika, Karotten, Ingwer, rote Linsen - und einen Klecks sauerer Sahne
Paprika, Karotten, Ingwer, rote Linsen – und einen Klecks sauerer Sahne

Lachs-Blätterteig-Taschen

Ein Lachsfilet lässt sich gerne von Blätterteig umarmen – mit ein wenig Gemüse und Salat ein sehr leckeres Essen.

An der selben Fischtheke, an der Sammelhamster gestern den Tintenfisch gekauft hat — purer Zufall –,  habe ich mir ein großes Stück Lachsfilet gegönnt. Dazu noch eine Packung Blätterteig, nicht von der Fischtheke.

Ab mit dem rohen Lachs und ein wenig Dill und Knoblauch in den Blätterteig …

Noch blass: der gefüllte Blätterteig.
Noch blass: der gefüllte Blätterteig.

Dazu gab es — unfotografiert — Fenchel- und Kohlrabigemüse mit Honig und Chili aus der Pfanne. Und einen Tomatensalat mit Zwiebeln und Kapern.

Tomatensalat mit Kapern und Zwiebeln
Tomatensalat mit Kapern und Zwiebeln

Die Lachs-Blätterteigtaschen leicht gebräunt und fast ein bisschen zu durch auf den Teller … lecker! 🙂

Blätterteig gefüllt mit Lachs, Knoblauch und Dill
Blätterteig gefüllt mit Lachs, Knoblauch und Dill

Kochen für Deppen: Lammkotelett mit Ofengemüse

Es gibt kaum etwas Leichteres, als Ofengemüse zu kochen. Und wer will, kann mit nur ein wenig mehr Arbeit ein Lammkotelett mit Dipp dazu machen.

Gemüse, einfach grob geschnitten
Gemüse, einfach grob geschnitten

Ach, Kochen ist doch oft keine große Kunst.

Du schippelst ganz grob ein paar Paprika, geschälte Karotten, geschälte Kartoffeln, Fenchel — oder was immer gerade im Gemüsefach herumliegt — in eine Schüssel, wirfst ein bisschen Salz, Pfeffer, einen Rosmarinzweig und Olivenöl hinterher, rührst das Ganze mal kurz durch und kippst das ganze Gemüse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.

Nach 45 Minuten nimmst du das Blech aus dem 180 Grad heißen Ofen und hast das beste Ofengemüse vor dir. Zeitlicher Knackpunkt sind meist die Kartoffeln, die brauchen am längsten. Wenn du  willst, kannst du sie vorkochen, dann muss das Gemüse nur knapp eine halbe Stunde in den Ofen.

Gemüse, frisch aus dem Ofen
Gemüse, frisch aus dem Ofen

Im Grunde hast du damit schon eine Hauptspeise — als Vegetarier kannst du dich schon an den Tisch setzen und essen, guten Appetit.

Aber wenn du das Gemüse als Beilage willst: Dazu passt wunderbar Lammkotelett, das du einfach nur scharf von jeder Seiten anbrätst und danach salzst und pfefferst. Und noch einen Dipp aus Joghurt mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft dazu. Fertig.

Lammkotelett mit Ofengemüse und Joghurtdipp
Lammkotelett mit Ofengemüse und Joghurtdipp

Das Rezept macht kaum wirkliche Arbeit, die meiste Zeit geht mit dem Warten auf das Gemüse im Ofen drauf.

Pesto aus Feldsalat

Ein Feldsalat musste weg, aber eben nicht als Salat. Also mal als Pesto – was besser klappte, als vermutet.

Wie so oft entstehen bei mir leckere Gerichte aus Not und Planlosigkeit. Am Samstag habe ich für das Wochenende Kopfsalat und Feldsalat gekauft. Leider habe ich vergessen, an diesem Tag einen der Salate auch zu essen. Darum hatte ich am Sonntag zwei Salate in der Küche, denen ich beiden nicht zutraute, noch den Montag zu erleben.

Gewaschener Feldsalat
Gewaschener Feldsalat

Da Feldsalat — in meiner Heimat auch als Schafmäuli bekannt — auch so ein zuppeliges Grünzeug wie Rucola ist, habe ich einfach den blinden Versuch durchgeführt, daraus ein Pesto zu machen. Leider sah die Zutatenauswahl in der Küche nicht toll aus — keine Pinienkerne und auch kein Knoblauch (was bei mir extrem selten vorkommt). Also improvisieren — und damit war ich an diesem Sonntag nicht der einzige. 😉

Ein kleiner Rest der Zwiebel für das Dressing des Kopfsalats musste als Knoblauchersatz herhalten und von Weihnachten übrig gebliebene Mandelblättchen sollten für ein nussiges Aroma sorgen.

Also, mal in Rezeptform (Mengen geschätzt)

  • 200 Gramm Feldsalat
  • 20 Gramm Mandelblättchen
  • Eine Viertel Zwiebel
  • Ein sehr guter Schuss Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
Feldsalat, Mandeln, Olivenöl, Zwiebeln, Salz, Pfeffer
Feldsalat, Mandeln, Olivenöl, Zwiebeln, Salz, Pfeffer

Den ganzen Kram habe ich in einen großen Becher gegeben, den Stabmixer mal kurz wirken lassen und — tataaaaa — das Feldsalatpesto war fertig. Und was soll ich sagen — es hat noch besser geschmeckt, als ich vorher gedacht hatte.

Das fertig Feldsalatpesto
Das fertig Feldsalatpesto

Hat wunderbar zu den geratenen Schweinefiletscheiben und zum Süßkartoffelbrei gepasst.

Schweinefilet mit Süßkartoffelbrei und Feldsalatpesto
Schweinefilet mit Süßkartoffelbrei und Feldsalatpesto

Und es war sogar noch was vom Pesto übrig 🙂

Feldsalatpesto im Glas
Feldsalatpesto im Glas

Kaiserschmarrn mit Calvadosapfelscheiben

Was gibt es für einen Sonntagnachmittag zum Kaffee besseres als Kaiserschmarrn? Und der geht gar nicht mal so schwer!

Nachtisch ist ja nicht so mein Ding. Aber hin und wieder muss ich ran, um für gute Stimmung im Haus zu sorgen. Und einer der wenigen Nachtische, den ich so halbwegs hinbekomme, ist Kaiserschmarrn.

Sonst mach ich den Kaiserschmarrn nach Gefühl, gestern habe ich extra für dieses Rezept mal die Mengen mitgewogen und schreibe nun ein ausführliches Rezept, weil etliche Freunde und Bekannte danach gefragt haben.

Was habe ich an Zutaten gebraucht?

  • 120 Gramm Mehl
  • 30 Gramm (Vanille)Zucker
  • Zwei Eier
  • 70 Milliliter Milch
  • Ein Prise Salz
  • Eine handvoll getrocknete Apfelscheiben (eigentlich Rosinen)
  • Etwas Calvados (eigentlich Rum)
  • Butter zum Anbraten
  • Etwas Puderzucker
Getrocknete Apfelscheiben in Calvados
Getrocknete Apfelscheiben in Calvados

Klassischerweise mache ich den Kaiserschmarrn mit in Rum eingelegten Rosinen und Mandeln.

Rosinen fand ich gestern schon mal nicht im Vorratsregal, dafür eine halbvolle Tüte mit getrockneten Apfelscheiben. Dann muss es eben damit gehen. Die habe ich kleingeschnitten und zwanzig Minuten in Calvados eingelegt — Rum war natürlich auch keiner mehr da.

Während ich die Äpfel auf ihrem Weg von der Trockenfrucht zur betrunkenen Feuchtfrucht ignorierte, machte ich mich an den Teig.

Den Zwei-Komponenten-Teig. Abgewogen für zwei Personen.

Eigelb in der Schalenhälfte
Eigelb in der Schalenhälfte

Komponente 1: Dafür fülle ich 120 Gramm Mehl in eine Schüssel. Das war der leichte Teil. Jetzt der schwere Teil, nämlich bei zwei Eiern das Eigelb vom Eiweiß trennen.

Dazu schlage ich die Eier vorsichtig auf, das gerade die Schale aufplatzt. Dann vorsichtig in zwei Hälften aufbrechen und das Eiweiß vorsichtig in einen Rührbecher laufen lassen. Das Eigelb nur von der einen Schalenhälfte in die andere kippen und dabei das restliche Eiweiß in den Becher tropfen lassen.

Wenn man das Ganze in Ruhe macht, klappt es meist ganz gut — bei mir in 26 von 29 Fällen! Gestern war einer davon! 🙂

Die Eigelb nun einfach auf das Mehl flutschen lassen un den schönen Anblick genießen. Persönliche Kochkunstklippe gemeistert! 😀

Melhlkopf mit Eigelbaugen und -mund
Mehlkopf mit Eigelbaugen und -mund

Zu dem Mehl und den Eiern kommen noch 30 Gramm Zucker — ich nehme den Vanillezucker, den ich vor ein paar Monaten mit ausgekratzten Vanilleschoten selbst angesetzt habe. Und noch etwa 70 Milliliter — halt ein bisschen weniger als 100 Milliliter — Milch reingießen. Dazu kommt noch eine Prise Salz — ja, auch eine Süßspeise braucht etwas Salz. Und nun alles mit dem Schneebesen schon cremig schlagen. Der Teig ist dann nicht ganz flüssig, aber auch nicht ganz fest.

Weiter mit Komponente 2: Das Eiweiß im Becher mit dem Rührgerät steif schlagen. Sollte kein Ding sein. Reinhalten, einschalten und warten. Das war es schon mit Komponente 2!

Zwei-Komponenten-Teig
Zwei-Komponenten-Teig
Der untergehobene Eischnee
Der untergehobene Eischnee

Jetzt bringe ich die zwei Komponenten zusammen. Vorsichtig. Ganz vorsichtig. Denn in dem Eiweiß wurde ganz viel Luft reingerührt, darum ist es nun schaumig. Und diese Luft will ich nun im Teig erhalten. Darum den das Eiweiß also ganz vorsichtig und langsam in den Eigelb-Mehl-Zucker-Milch-Teig einrühren bzw. unterheben. Und eben nicht wie ein Bekloppter reinquirlen. Mit Gefühl! 🙂

Ebenso vorsichtig kann man nun die durchtränkten Apfelstückchen einrühren und der Teig ist fertig.

Der Kaiserschmarrn nimmt in der Pfanne Form an
Der Kaiserschmarrn nimmt in der Pfanne Form an

Auf dem Herd wird nun einen Pfanne heiß gemacht, in die ein Stück Butter kommt. Wenn die Butter geschmolzen ist, lasse ich den Teig rein laufen. Und jetzt nicht groß in der Pfanne rumrühren, sondern einfach den Teig von unten anbacken lassen.

Wenn die Unterseite etwas fest geworden ist — man kann mal versuchen, es mit dem Kochlöffel anzuheben –, zerteile und  zerreiße ich den Teig und wende ihn dabei gleichzeitig. Das aber auch nicht zu wild und hektisch. Nun die vielen Oberseiten leicht braun werden lassen, dann noch alle leicht flüssigen Stellen zart anbraten, nochmal ordentlich durchrühren und so gut wie fertig ist der Kaiserschmarrn!

Als Kür noch etwas Puderzucker auf den Kaiserschmarrn verteilen.

Kaiserschmarrn mit Puderzucker
Kaiserschmarrn mit Puderzucker

Gestern gab es zu dem Kaiserschmarrn noch Zwetschgenkompott, dass hat wunderbar dazu gepasst. Ein perfekter Sonntagnachmittags-Snack! 😀

Kaiserschmarrn mit Zwetschgenkompott
Kaiserschmarrn mit Zwetschgenkompott

Panierte Rinderleber mit Lilabrei

Frische Rinderleber, und Kartoffeln und Urmöhre aus dem Vorratskorb — damit kann man leckere Sachen machen.

Am Samstag war mal wieder Zeit für Innereien — beim Metzger gab es frische Rinderleber. Und diesmal habe ich die Leber nicht klassisch als Geschnetzeltes mit Zwiebeln und Apfel gemacht, sondern mal paniert.

Und diesmal habe ich auch die Leber vorher in Milch eingelegt, angeblich soll sie dadurch zarter werden und/oder weniger Bitterstoffe enthalten. Ich habe aber keinen Unterschied gemerkt, ist wohl eher Aberglaube.

Panierte Rinderleber in der Pfanne
Panierte Rinderleber in der Pfanne

Paniert habe ich die Rinderleber ganz normal: Drei Teller nebeneinander gestellt, einen mit einer handvoll Mehl, einer mit zwei verrührten Eiern und einen mit Semmelbröseln — die Groben vom Bäcker, die finde ich knuspriger.

Und dann die Leberstücke nacheinander durch die Teller gezogen und gewendet und ab in heiße Pfanne, mit ordentlich Öl drin. Da die Leberstücke recht dünn sind, brauchen sie auch nicht sehr lange, bis sie durch sind.

Urmöhre und Kartoffeln
Urmöhre und Kartoffeln

Als Beilage gab es zerquetsche Kartoffeln und Urmöhre — eine hatte ich vom letzten Mal noch übrig, die Dinger halten sich. Beides habe ich kleingeschnippelt und weichgekocht, dann die, mittlerweile durch die Urmöhre violetten Stücke, mit Mutters mir überlassenem und heiligen Holzstampfer zerdrückt. Ein bisschen Thymian vom Balkon noch rein — fertig ist der Lilabrei.

Leckerere Kombination, die Leber war noch schön zart in ihrem Mantel und die Kartoffel-Urmöhren-Pampe sah nicht nur lustig aus, sondern schmeckte auch gut! 🙂

Panierte Rinderleber mit Lilabrei
Panierte Rinderleber mit Lilabrei

Urmöhre, der Gemüsedinosaurier?

„Fränkische Urmöhre“ war auf dem Schild beim Gemüsehändler zu lesen, was mich sehr verwirrte. Gegessen habe ich diese violette Wurzel aber trotzdem.

„Fränkische Urmöhre“ war auf dem Schild beim Gemüsehändler zu lesen, was mich sehr verwirrte. Die Worte „Fränkisch“ und „Möhre“ gehen bei mir gar nicht zusammen, in meinem unterfränkisch geprägtem Sprachzentrum heißen diese länglichen orangen Wurzeln „Gelbe Rüben“.

Urmöhre im Urzustand
Urmöhre im Urzustand

Und bei „Urmöhre“ hatte ich sowieso gleich die legendären Urzeitkrebse von Yps im Kopf, was nicht ganz zu meinem Aufenthalt im Gemüseladen gepasst hat.

Trotz dieser wirren Gedankenblitze war mir diese dicken dunkelvioletten Wurzeln mit ihren oranglichen Gnubbeln sympathisch. Also eingepackt, bezahlt und nach Hause mit ihnen.

Geköpfte Urmöhre: Blitzendens Orange
Geköpfte Urmöhre: Blitzendens Orange

Richtig schön wurde die Urmöhre aber erst nach dem Schälen. Unter dem schmutzigen Mantel zeigte sich ein geschmeidiger Köper in lila-oranger Leopardenunterwäsche. Vorsicht beim Liebkosen — das Luder macht die Finger rot!

Tupfenwurzel: Urmöhre geschält
Tupfenwurzel: Urmöhre geschält

Was macht man nun mit den Dingern und wie schmecken sie? Ich hatte keine Ahnung, also ran an den Topf.

Oder besser: Ran an das Messer. Die eine Urmöhre habe ich erst mal klein gemacht. Auch wenn es wie eine Textzeile aus einem schlechtem Thriller klingt: Sie sah zerstückelt immer noch hübsch aus.

Kein Häufchen Elend: Die zerstückelte Urmöhre
Kein Häufchen Elend: Die zerstückelte Urmöhre

Beim Kochen habe ich kein großes Ding, sondern eine Gemüsepfanne gemacht. Einen Fenchel und eine rote Zwieble geschnippelt,  alles zusammen in Öl leicht angebraten, Salz und Pfeffer dazu,  Deckel drauf und gut 10 Minuten mit Decke auf der Pfanne köcheln lassen.  Das Gemüse war dann noch schön knackig, wie ich es mag.

Gemüsepfanne mit Urmöhre und Fenchel
Gemüsepfanne mit Urmöhre, Fenchel und roten Zwiebeln

Die Gemüsepfanne im Allgemeinen war gut, die Urmöhre im Besonderen schmeckte nach einer Mischung aus Möhre Karotte Gelbe Rübe, Pastinake und Kartoffel. Gut!

Das Gemüsefach geleert
Das Gemüsefach geleert

Zwei Tage später kam Urmöhre Nummer Zwei mit all ihren floralen Kumpanen zum Einsatz — vor meinem Kurztrip nach Brüssel musste das Gemüsefach geleert werden.

Also gab es eine Suppe aus Gelbe Rüben, Zucchini, Kohlrabi, roter Paprika, Kartoffeln — und eben der Urmöhre.

Obwohl sie in Unterzahl war, drückte die Urmöhre der Gemüsesuppe farblich ihren Stempel auf.  Zwar reichte der Lila-Ton nicht an Sammelhamsters Blaukrautsuppe heran,  aber das Violett musste sich nicht verstecken — konnte es auch nicht.

Violette Gemüsesuppe dank Urrübe
Violette Gemüsesuppe dank Urmöhre

Feine Sache, dieses Wurzelgemüse. Und vielleicht mache ich das nächste Mal auch einen Salat daraus.

Warum die Urmöhre eigentlich Urmöhre heißt, weiß ich immer noch nicht genau. Laut Wikipedia gab es scheinbar schon immer alle möglichen Farbvarianten der Karotte, die Rotviolette stammt angeblich aus dem afghanischen Raum. Daher stellte nicht mir noch mehr die verwirrende Frage. Warum fränkische Urmöhre? Bin für Erklärungen dankbar!

Making of Mangoldsalat

Mangold mal nicht als Gemüse, sondern als Salat. Eigentlich gar nicht schwer. Nötig: Topf, Pfanne, Zwiebeln, Nüsse und Sesamöl – und 15 Minuten Zeit.

Da liegt er, der Mangold
Da liegt er, der Mangold

Heute kamen die Reste vom Grünkohlhasen auf den Tisch, zu dem es gestern — ganz vergessen zu erwähnen — einen Fenchel-Orangen-Salat gab. Und Salat esse ich schon arg gern, darum musste heute auch einer her. Was war vom Markteinkauf am Samstag noch da? Mangold! Der muss ja nicht immer als Gemüse enden.

Vor Urzeiten haben ich mal einen lauwarmen Mangoldsalat gegessen, also habe ich da der Basis meiner nebulösen Erinnerung daran mal losimprovisiert.

Mangold hat ja einigermaßen zarte Blätter und kräftige Strünke. Also hab ich sie getrennt voneinander befragt behandelt.

Trennkost: Mangoldblätter und -strunk
Trennkost: Mangoldblätter und -strünke

Die Blätter habe ich abgeknickt und kurz in heißem Salzwasser blanchiert. Wie lange genau weiß ich gar nicht mehr, aber mehr als zwei bis drei Minuten waren es nicht. Dann habe ich das Wasser abgegossen und sie im Sieb etwas auskühlen lassen.

Blanchierte Mangoldblätter
Blanchierte Mangoldblätter
Die Mangoldstrunke brutzeln mit den Zwiebelnüssen
Die Mangoldstrunke brutzeln mit den Zwiebelnüssen

Die Strünke habe ich etwas kleiner geschnitten. Die Pfanne auf den Herd, heiß werden lasse und Sesamöl rein. (Ich habe eine extrem bescheidene Öl- und auch Essigsammlung daheim, aber Sesamöl darf da nicht fehlen. Da steh ich einfach drauf!). Die Zwiebelstücke und eine kleine Handvoll aus dem Tütchen mit gemischten Kernen in die Pfanne geworfen, kurz angebräunt und die Mangoldstrünke hinterher. Pfeffer und Salz rein, Deckel drauf und so zehn Minuten — ich habe wieder nicht auf die Uhr geschaut — dünsten lassen. Wer es nicht so knackig mal — lieber fünfzehn Minuten.

Dann die noch leicht warmen Mangoldblätter und die ebenfalls warmen Mangoldstrünke mit den Zwiebeln und den Kernen in ein Schüssel geben, ein bisschen Weinessig drüber und gut ist. Lecker! 🙂

Mangoldsalat
Mangoldsalat

Ein Hase saß auf grünem Kohl …

Dass ich das letzte Mal Hase gegessen habe, ist etwa 25 Jahre her. Dass ich das letzte Mal Grünkohl gegessen habe, war wohl in meinem vorigem Leben — in diesem zumindest nicht. Zeit als, die Kochdepp-Flagge auf dem Planeten Grünkohl zu hissen und mit meinem alten Kumpel Hase ein Wiederschmecken zu feiern.

… sing holly polly doodle all the day!

Halber Hase geviertelt und Grünkohl
Halber Hase geviertelt und Grünkohl

Dass ich das letzte Mal Hase gegessen habe, ist etwa 25 Jahre her. Dass ich das letzte Mal Grünkohl gegessen habe, war wohl in meinem vorigem Leben — in diesem zumindest  nicht. Zeit als, die Kochdepp-Flagge auf dem Planeten Grünkohl zu hissen und mit meinem alten Kumpel Hase ein Wiederschmecken zu feiern.

Vom Metzger hatte ich einen halben Stallhasen, der Länge nach halbiert und in vier Stücke geteilt. Am Markt habe ich einen Grünkohl gekauft, Bio sogar. Und Kartoffeln hatte ich noch daheim. Ich war also bereit.

Ich wollte es nicht allzu kompliziert machen — Einfachheit schmeckt meistens!

Die Hasenstücke habe ich einfach in der Pfanne angebraten — in der ich vorher ein paar Streifen Schweinewarte gebrutzelt habe — und danach in einem Teller geparkt. Dann kam eine grob geschnittene Zwiebel in die Pfanne und noch die Innereien des Hasen — Leber, Niere und Herz dazu. Das alles hab ich kurz anschwitzen lassen und mit etwas Weißwein abgelöscht. Salz und Pfeffer rein, dann habe ich die Hasenteile in diesen Sud gelegt und kurz ziehen lassen. Die warme Schweinewarte habe ich aufgehoben.

Angebratene Hasenstücke
Angebratene Hasenstücke

Zuvor habe ich vom Grünkohl die Blätter abgeschnitten, also nur den Strunk übrig gelassen. Die Blätter habe ich dann nur kurz in kochendes Salzwasser geworfen —  zwei bis drei Minuten vielleicht –, das Wasser abgegossen und den nun leicht weichen Grünkohl in eine Auflaufform getan.

Hasenherz
Grünkohlbett

I wanna lay you down in a bed of Grünkohl …

Auf das Grünkohlbett wurde nun der angebratene und leicht angeschmorte Hase — nun, gebettet eben. Und mit dem Sud aus der Pfanne in inklusive Zwiebeln und Haseninnereien übergossen. Die Schweinewarte habe ich strategisch darüber verteilt.

Geschmorter Hase auf Grünkohl
Geschmorter Hase auf Grünkohl

Die Auflaufform bekam einen Deckel aus Alufolie — betuchtere Köche können auch gleich einen Bräter nehmen — und das Ganze wanderte für 60 Minuten bei 180 Grand in den Ofen …

… und danach direkt auf den Tisch und Folie ab. Optisch hat sich gar nicht so viel verändert, bis auf dass der Grünkohl nicht mehr ganz so grün war. Aber der Geruch! Lecker und schwer beschreibbar.
Als Beilage habe ich Salzkartoffelschnitze gemacht, die gingen recht schnell.

Ich fand das Essen wirklich gut, so habe ich Hase noch nie gegessen, und der Grünkohl hat sich mit seinem leicht nussigen Geschmack gut bei mit eingeführt. Und es war so viel Hase und Grünkohl, dass ich morgen Abend noch schön die Reste essen kann. Und Grünkohl soll ja nach dem Auswärmen noch besser schmecken! 🙂

Geschmorter Hase auf Grünkohl
Geschmorter Hase auf Grünkohl
Geschmorter Hase auf Grünkohl
Geschmorter Hase auf Grünkohl
Geschmorter Hase auf Grünkohl
Geschmorter Hase auf Grünkohl
Geschmorter Hase auf Grünkohl
Geschmorter Hase auf Grünkohl

Forelle mit Rukolafüllung und Ofenkartoffeln

Pastinaken hatte ich noch nie gemacht – und die durfte mit anderem Gemüse in den Ofen und sich mit Rukola gefüllten Forellen vergnügen.

Die Woche über war kaum Zeit, etwas Vernünftiges zu Kochen. Darum ging und geht es am Wochenende etwas gediegener zur Sache.

Auf dem Markt hatte ich Pastinaken gekauft, einer meiner Newcomer des Wochenendes. Pastinaken habe ich ganz selten mal als Püree irgendwo gegessen, aber noch nie selbst gekocht.

Geschälte Pastinake
Geschälte Pastinake

Im Kühlschrank war noch Paprika, Fenchel und Gelbe Rüben. Die Pastinake und die Gelbe Rübe habe ich geschält, die Paprika und den Fenchel gewaschen. Dann wurde das ganze Gemüse in ziemlich grobe Stücke geschnitten — vom Fenchel habe ich noch Strunk entfernt. In einer Schüssel habe ich die Stücke mit einer Marinade aus Honig (knapp ein Esslöffel), Chilliöl und Salz mit den Händen durchmischt.

Mit einem Löffel ging das Vermischen mit der Marinade leider nicht sehr gut, also musste ich die Hände zu Hilfe nehmen, obwohl ich es hasse, wenn meine Hände von Honig kleben. Komischerweise geht mir das nur mit dem Honigklebegefühl so, alle anderen pappigen Substanzen machen mir da nichts aus.

Die marinierten Gemüsestücke kamen dann auf ein Blech mit Backpapier (das in meiner unterfränkischen Heimat phonetisch nicht vom „Packpapier“ zu unterscheiden ist! 😉 ), die Reste des Thymians vom Balkon obendrauf und eine dreiviertel Stunde in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen.

Gemüse auf dem Blech und dem Weg in den Ofen: Pastinake, Karotte, Paprika und Fenchel
Gemüse auf dem Blech und dem Weg in den Ofen: Pastinake, Karotte, Paprika und Fenchel

So, das war das Gemüse, jetzt kam der Fisch an die Reihe, den ich wieder einmal so frisch wie nur möglich auf dem Markt gekauft habe.  Die beiden Forellen habe ich erst mal gesalzen — und diesmal haben sie nicht gezuckt.

Die Zutaten für den Fisch: Forelle, Salz, Chiliöl, Rukola und Knoblauch
Die Zutaten für den Fisch: Forelle, Salz, Chiliöl, Rukola und Knoblauch

Dann habe ich die Forellen geschuppt. Ich weiß gar nicht, ob ich das unbedingt musste, aber da sie diesmal nicht in der Pfanne gebraten wurden, habe ich mir die — relativ wenige — Mühe gemacht. Einfach mit dem Messer „gegen den Strich“, also vom Schwanz in Richtung Kopf von der Haut die Schuppen abkratzen.

Forelle, gespickt mit Knoblauch, mit Chiliöl bestrichen, und mit Rukola gefülltDann füllte ich die Bauchhöhle der Forellen mit Rukola, habe außen vier tiefere Schnitte in das Fischfleisch gezogen und da Knoblauchstückchen reingesteckt. Die gefüllten und gespickten Fische habe ich auf große Stücke Alufolie gelegt, mit ein wenig Chiliöl beträufelt und schön dicht in die Alufolie eingewickelt.

Die Fische kamen jetzt eine halbe Stunde zum Gemüse in den Ofen …

… und dann gemeinsam mit dem Gemüse wieder heraus und auf den Teller.

Die Kombinaten hat mir richtig gut geschmeckt! Die Forelle hat durch den Rukola, den Knoblauch und das Chiliöl einen mediterranen Hauch mit milder Schärfe bekommen. Passte super zu dem süßlich-scharfem Gemüse, das bei mir leider ein wenig trocken wurde. Hätte wohl mehr Marinade machen sollen.

Forelle mit Rukola und Ofengemüse
Forelle mit Rukola und Ofengemüse
Forelle mit Rukola und Ofengemüse
Forelle mit Rukola und Ofengemüse
Ofengemüse: Pastinake, Karotte, Paprika und Fenchel
Ofengemüse: Pastinake, Karotte, Paprika und Fenchel