Ziemlich beste Nudeln: Pasta á la Rapisardi

Gutes kann so einfach sein, das gilt auch bei Pastarezepten. Die für mich besten Nudeln sind schnell und kinderleicht gekocht – und schmecken köstlich.

Meist gehört gar nicht so viel dazu, mich kulinarisch im Alltag glücklich zu machen. Uns es ist auch nicht so, dass ich jeden Tag stundenlang in der Küche stehe. Nach der Arbeit hab ich oft einfach Hunger und will etwas essen. Auf was läuft es also gar nicht selten hinaus? Genau: Auf Nudeln! 🙂 Gibt es aber die besten Nudeln? Ich finde ja.

Eines meiner liebsten Nudelgerichte ist gleichzeitig eines der einfachsten, die ich kenne. Kennengelernt hab ich das Rezept bei meinem Freund und Cafébar-Besitzer Stefano vor vielen Jahren. Seiner Familie zu Ehren heißt das Pastagericht bei mir daheim auch Pasta á la Rapisardi oder — aus Gründen, die nach so langer Zeit nicht mehr nachvollziehbar sind — „Lustige Nudeln“.

Pasta: Schmeckt nicht nur, sondern sieht auch schön aus.
Schmeckt nicht nur, sondern sieht auch schön aus.

Pasta á la Rapisardi ist schnell und leicht zu kochen. Dazu braucht man erst mal Nudeln. Im Grunde kann man sich unter den tausend italienischen Nudelsorten eine beliebige heraussuchen. Ich bevorzuge Hohlnudeln wie Rigatoni oder Penne mit einen etwas größeren Durchmesser. Die kocht man einfach in reichlich Salzwasser, bis sie eben nudelweich sind.

Währenddessen schneidet man einen Bund Rucola in grobe Stücke, zwei Mozzarella-Stücke in kleine Würfel und ein bis drei Knoblauchzehen beliebig klein. Dazu kommen noch ebenfalls in Würfel geschnittene so fünf bis sechs normal große Tomaten.

Das alles kommt in eine Schüssel, wird mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit Ölivenöl übergossen. Bei Öl würde ich von der Qualität nicht knausern, das kommt relativ stark im Geschmack raus und soll einfach schmecken. Alles gut durchrühren und ziehen lassen, bis die Nudeln fertig gekocht sind.

Die heißen Nudeln abgießen und sofort in die Schüssel zu den kalten Zutaten geben. Kurz durchrühren, Parmesan darüber reiben und … essen! 🙂

Beste Nudeln schnell und einfach gekocht: Pasta á la Rapisardi.
Beste Nudeln schnell und einfach gekocht: Pasta á la Rapisardi.

Es schmeckt köstlich. Der Mozzarella schmilzt durch die heißen Nudeln leicht an, alles zusammen mischt sich geschmacklich lauwarm zusammen … herrlich. Mehr brauche ich nicht! 🙂

 

 

Überbackene Tomaten mit Honig-Nuss-Chicorée

Ein schnelles Essen sind überbackene Tomaten mit Chicorée. Bis auf das bittere Gemüse hat man meist fast alle Zutaten sowieso in der Küche.

Die Idee, überbackene Tomaten zu machen, ist wie so oft aus der Not geboren. Es war ein stressiger Tag, privat wie beruflich. Aber irgendwann bin ich dann doch mal zu Hause angekommen und das ziemlich hungrig. Ein kurzer Check des Kühlschranks und der Küche zeigte schnell die beiden Hauptzutaten des noch zu kochenden Essens: Tomaten und Chicorée. Und im Grunde auch nur das, denn sonst gab es nicht mehr viel zur Auswahl. Ich muss dringend mal wieder einkaufen.

Wie oft in solchen Situationen überlege ich da nicht lange, sondern lass das Essen beim Machen entstehen.

Rot, Gelb, Grün: Tomaten, Käse, Petersilie

Die Tomatenhälften mit Käse, Schinken und Petersilie beschichtet.
Die Tomatenhälften mit Käse, Schinken und Petersilie beschichtet.

Die Tomaten habe ich einfach halbiert. Ein kleiner Schnitt für mich, ein großer Schnitt für die Sattheit. Eine Hausdurchsuchung im Kühlschrank führte zur Sicherstellung von Mozzarella- und Edamer-Resten, einem Hauch von gekochtem Schinken und etwas, was gerade noch als Petersilie durchging. Das habe ich alles klein geschnitten, ein wenig Olivenöl darüber gegeben und noch mit Salz und — vorsichtig — mit F.a.V.d.H. gewürzt. Dann kam die eigentliche Kunst, nämlich die Masse mit einem Löffel auf die Tomatenhälften zu drapieren. Und dann ab in den vorgeheizten Ofen damit, bei 180 Grad.

Bitter-honigsüßer Chicorée

Der in Öl und Honig angebratene Chicorée mit Walnüssen.
Der in Öl und Honig angebratene Chicorée mit Walnüssen.

Den Chicorée hab ich gewaschen, ebenfalls halbiert und den Strunk herausgeschnitten. Dann habe ich die Hälften des bitteren Gemüses mit der flachen Seite nach unten in der eingeölte Pfanne leicht braun angebraten. Dann kam noch eine ganze Knoblauchzehe dazu und ein Esslöffel Honig. Der blubbert dann bräunlich vor sich hin und man muss jetzt ein wenig aufpassen, dass der Honig nicht schwarz wird und anbrennt — denn das ist dann echt bitter. Über das Ganze kamen dann noch mit bloßen Händen zerkleinerte Walnüsse. Der Chicorée wird nun immer weicher und man kann ihn vorsichtig wenden und dabei die Temperatur schon mal zurücknehmen und etwas Salz drauf geben.

Fertig! Überbackene Tomaten und Honig-Nuss-Chicorée

Alles lässt man etwa eine Viertelstunde heiß werden, dann raus uns Ofen und Pfanne auf den Teller und sich schmecken lassen.

Fertig! Überbackene Tomaten mit angebratenen Chicorée.
Fertig! Überbackene Tomaten mit angebratenen Honig-Nuss-Chicorée.

Noch ein Hinweis: Den Schinken kann man guten Gewissens auch weglassen, dann hat man sogar ein vegetarisches Gericht. Aber da gab es eine Stimme in der Küche, der es nach Fleisch gelüstete. 😉

Lachs-Blätterteig-Taschen

Ein Lachsfilet lässt sich gerne von Blätterteig umarmen – mit ein wenig Gemüse und Salat ein sehr leckeres Essen.

An der selben Fischtheke, an der Sammelhamster gestern den Tintenfisch gekauft hat — purer Zufall –,  habe ich mir ein großes Stück Lachsfilet gegönnt. Dazu noch eine Packung Blätterteig, nicht von der Fischtheke.

Ab mit dem rohen Lachs und ein wenig Dill und Knoblauch in den Blätterteig …

Noch blass: der gefüllte Blätterteig.
Noch blass: der gefüllte Blätterteig.

Dazu gab es — unfotografiert — Fenchel- und Kohlrabigemüse mit Honig und Chili aus der Pfanne. Und einen Tomatensalat mit Zwiebeln und Kapern.

Tomatensalat mit Kapern und Zwiebeln
Tomatensalat mit Kapern und Zwiebeln

Die Lachs-Blätterteigtaschen leicht gebräunt und fast ein bisschen zu durch auf den Teller … lecker! 🙂

Blätterteig gefüllt mit Lachs, Knoblauch und Dill
Blätterteig gefüllt mit Lachs, Knoblauch und Dill