Blaubeerpfannkuchen mit Löchern

Einen Pfannkuchen mit Blaubeeren optisch schön zuzubereiten, erwies sich für mich als gar nicht so einfach.

Am Sonntag gab es zum Kaffee — oder Kaba für mich — einen großen Blaubeerpfannkuchen. Das ging nur so mittelgut.

Ich hab einen ganz normalen Pfannkuchenteig aus Mehl, Ei, Milch, Zucker und einer Prise Salz angerührt. Ein genaues Rezept hab ich gar nicht dafür gar nicht, das mache ich immer nach Gefühl, bis die Konsistenz passt.

Dann kam der Teig in die heiße gebutterte Pfanne und gleich die Blaubeeren hinterher. So weit, so gut.

Die Blaubeeren im Pfannkuchenteig in der Pfanne.
Die Blaubeeren im Pfannkuchenteig in der Pfanne.

Das Problem war das Wenden des Pfannkuchens. Werfen ging nicht wegen der Blaubeeren und des oben noch zu flüssigen Teigs. Als hab ich ihn mit einem breiten Holzlöffel umgedreht. Und als der Pfannkuchen fertig war, sind beim zurückwenden — die Beeren sollten ja oben sein — fielen dann ein Teil der Blaubeeren aus dem Teig heraus. War irgendwie nicht so toll.

Nach dem Braten und Wenden waren nicht mehr alle Blaubeeren am ursprünglichen Platz.
Nach dem Braten und Wenden waren nicht mehr alle Blaubeeren am ursprünglichen Platz.

Geschmeckt hat der Blaubeerpfannkuchen aber trotzdem! 😀

Ein Stück Blaubeerpfannkuchen
Ein Stück Blaubeerpfannkuchen
Kaba und Blaubeerpfannkuchen
Kaba und Blaubeerpfannkuchen

 

Sonntag-Süßkram Schokomandeln

Um einer drohenden Unterzuckerung im Haushalt vorzubeugen, musste ich mangels süßer Vorräte selbst an Topf und Pfanne.

Um einer drohenden Unterzuckerung im Haushalt vorzubeugen, musste ich mangels süßer Vorräte selbst an Topf und Pfanne. In der Pfanne habe ich 200 Gramm Mandelblättchen leicht angeröstet und mit ein bisschen Zuckerwasser abgelöscht – dann pappen die schon ein bisschen zusammen.

Im Wasserbad habe ich 200 Gramm Vollmilchkuvertüre geschmolzen, auch noch etwas Butter als Schmierung. Dann wurden die beiden Massen zusammengemischt und mit Löffeln auf dem Backpapier kleine braune Häufchen gemacht.

Leckere braune Häufchen. Man musste sie nur recht vorsichtig essen, damit sie nicht verbröseln.

Schokomandelblättchen
Schokomandelblättchen

Kaiserschmarrn mit Calvadosapfelscheiben

Was gibt es für einen Sonntagnachmittag zum Kaffee besseres als Kaiserschmarrn? Und der geht gar nicht mal so schwer!

Nachtisch ist ja nicht so mein Ding. Aber hin und wieder muss ich ran, um für gute Stimmung im Haus zu sorgen. Und einer der wenigen Nachtische, den ich so halbwegs hinbekomme, ist Kaiserschmarrn.

Sonst mach ich den Kaiserschmarrn nach Gefühl, gestern habe ich extra für dieses Rezept mal die Mengen mitgewogen und schreibe nun ein ausführliches Rezept, weil etliche Freunde und Bekannte danach gefragt haben.

Was habe ich an Zutaten gebraucht?

  • 120 Gramm Mehl
  • 30 Gramm (Vanille)Zucker
  • Zwei Eier
  • 70 Milliliter Milch
  • Ein Prise Salz
  • Eine handvoll getrocknete Apfelscheiben (eigentlich Rosinen)
  • Etwas Calvados (eigentlich Rum)
  • Butter zum Anbraten
  • Etwas Puderzucker
Getrocknete Apfelscheiben in Calvados
Getrocknete Apfelscheiben in Calvados

Klassischerweise mache ich den Kaiserschmarrn mit in Rum eingelegten Rosinen und Mandeln.

Rosinen fand ich gestern schon mal nicht im Vorratsregal, dafür eine halbvolle Tüte mit getrockneten Apfelscheiben. Dann muss es eben damit gehen. Die habe ich kleingeschnitten und zwanzig Minuten in Calvados eingelegt — Rum war natürlich auch keiner mehr da.

Während ich die Äpfel auf ihrem Weg von der Trockenfrucht zur betrunkenen Feuchtfrucht ignorierte, machte ich mich an den Teig.

Den Zwei-Komponenten-Teig. Abgewogen für zwei Personen.

Eigelb in der Schalenhälfte
Eigelb in der Schalenhälfte

Komponente 1: Dafür fülle ich 120 Gramm Mehl in eine Schüssel. Das war der leichte Teil. Jetzt der schwere Teil, nämlich bei zwei Eiern das Eigelb vom Eiweiß trennen.

Dazu schlage ich die Eier vorsichtig auf, das gerade die Schale aufplatzt. Dann vorsichtig in zwei Hälften aufbrechen und das Eiweiß vorsichtig in einen Rührbecher laufen lassen. Das Eigelb nur von der einen Schalenhälfte in die andere kippen und dabei das restliche Eiweiß in den Becher tropfen lassen.

Wenn man das Ganze in Ruhe macht, klappt es meist ganz gut — bei mir in 26 von 29 Fällen! Gestern war einer davon! 🙂

Die Eigelb nun einfach auf das Mehl flutschen lassen un den schönen Anblick genießen. Persönliche Kochkunstklippe gemeistert! 😀

Melhlkopf mit Eigelbaugen und -mund
Mehlkopf mit Eigelbaugen und -mund

Zu dem Mehl und den Eiern kommen noch 30 Gramm Zucker — ich nehme den Vanillezucker, den ich vor ein paar Monaten mit ausgekratzten Vanilleschoten selbst angesetzt habe. Und noch etwa 70 Milliliter — halt ein bisschen weniger als 100 Milliliter — Milch reingießen. Dazu kommt noch eine Prise Salz — ja, auch eine Süßspeise braucht etwas Salz. Und nun alles mit dem Schneebesen schon cremig schlagen. Der Teig ist dann nicht ganz flüssig, aber auch nicht ganz fest.

Weiter mit Komponente 2: Das Eiweiß im Becher mit dem Rührgerät steif schlagen. Sollte kein Ding sein. Reinhalten, einschalten und warten. Das war es schon mit Komponente 2!

Zwei-Komponenten-Teig
Zwei-Komponenten-Teig
Der untergehobene Eischnee
Der untergehobene Eischnee

Jetzt bringe ich die zwei Komponenten zusammen. Vorsichtig. Ganz vorsichtig. Denn in dem Eiweiß wurde ganz viel Luft reingerührt, darum ist es nun schaumig. Und diese Luft will ich nun im Teig erhalten. Darum den das Eiweiß also ganz vorsichtig und langsam in den Eigelb-Mehl-Zucker-Milch-Teig einrühren bzw. unterheben. Und eben nicht wie ein Bekloppter reinquirlen. Mit Gefühl! 🙂

Ebenso vorsichtig kann man nun die durchtränkten Apfelstückchen einrühren und der Teig ist fertig.

Der Kaiserschmarrn nimmt in der Pfanne Form an
Der Kaiserschmarrn nimmt in der Pfanne Form an

Auf dem Herd wird nun einen Pfanne heiß gemacht, in die ein Stück Butter kommt. Wenn die Butter geschmolzen ist, lasse ich den Teig rein laufen. Und jetzt nicht groß in der Pfanne rumrühren, sondern einfach den Teig von unten anbacken lassen.

Wenn die Unterseite etwas fest geworden ist — man kann mal versuchen, es mit dem Kochlöffel anzuheben –, zerteile und  zerreiße ich den Teig und wende ihn dabei gleichzeitig. Das aber auch nicht zu wild und hektisch. Nun die vielen Oberseiten leicht braun werden lassen, dann noch alle leicht flüssigen Stellen zart anbraten, nochmal ordentlich durchrühren und so gut wie fertig ist der Kaiserschmarrn!

Als Kür noch etwas Puderzucker auf den Kaiserschmarrn verteilen.

Kaiserschmarrn mit Puderzucker
Kaiserschmarrn mit Puderzucker

Gestern gab es zu dem Kaiserschmarrn noch Zwetschgenkompott, dass hat wunderbar dazu gepasst. Ein perfekter Sonntagnachmittags-Snack! 😀

Kaiserschmarrn mit Zwetschgenkompott
Kaiserschmarrn mit Zwetschgenkompott

Apfel-Birnen-Polenta-Dings

Nach einem Kurztrip bin ich wieder daheim — vor einem fast leerem Kühlschrank. Aber ein Apfel und eine Birne war noch im Obstkorb. Dafür kein Mehl – aber Polenta!

Geschnippelter Apfel und Birne
Geschnippelter Apfel und Birne

Nach einem Kurztrip nach Belgien bin ich wieder daheim — bei einem fast leerem Kühlschrank. Aber ein Apfel und eine Birne war noch im Obstkorb. Die habe ich schon mal klein geschnitten.

Damit wollte ich eigentlich wieder einen Crumble machen, denn Butter war noch etwas da und Mehl — ja Mehl ist ja immer im Haus.

Dachte ich.

Doch Mehl war eben keines in der Wohnung, und ob welches im Haus war, weiß ich nicht, denn die Nachbarn waren auch nicht da.

Also improvisieren.

Polenta im Topf
Polenta im Topf

Was noch da war, war Maispolenta. die ich neulich gebraucht hatte. Also habe ich schnell etwa einen halben Liter Wasser gekocht und die Polenta eingerührt — mit etwa 100 Gramm Butter, die ich in Erwartung eines Crumbles schon klein geschnitten hatte. Noch eine ordentliche Portion Zucker rein und die Masse etwas 10 Minuten quellen lassen.

Dann die Polentamasse über den geschnippelten Apfel und die Birne gegeben, etwas braunen Zucker obendrauf gestreut und ab in den Ofen, den ich auf „Grillen“ gestellt habe — in der Hoffnung, dass der Zucker karamelisiert.

Apfel- und Birnenschnitze mit Polenta bestrichen und braunen Zucker
Apfel- und Birnenschnitze mit Polenta bestrichen und braunen Zucker

Der Zucker ist nicht karamelisiert, sondern einfach nur leich braun geworden und sofort in den Teig gesickert.

Angebackenes Apfel-Birne-Polenta-Küchchen
Angebackenes Apfel-Birne-Polenta-Küchchen

Aber trotzdem kam etwas Leckeres heraus.

Apfel-Birne-Polenta-Küchchen
Apfel-Birne-Polenta-Küchchen
Es war lecker, das Apfel-Birne-Polenta-Küchchen
Es war lecker, das Apfel-Birne-Polenta-Küchchen