Zwölf-Tage-Zeitreise

Das Kochblog habe ich in den letzten Wochen etwas vernachlässigt. Darum die letzten zwölf Tage in Ausschnitten und Zeitraffer …

Das Kochblog habe ich in den letzten Wochen etwas vernachlässigt. Darum die letzten zwölf Tage in Ausschnitten und Zeitraffer …

Der Rosella Steinchampignon ist auch nur ein Pilz.
Der Rosella Steinchampignon ist auch nur ein Pilz.
Panierte Rosellas mit Bratwurst und Gelbe-Rüben-Salat.
Panierte Rosellas mit Bratwurst und Gelbe-Rüben-Salat.
Schweinefilets mit gebratenen Kartoffelwürfeln und Auberginencreme.
Schweinefilets mit gebratenen Kartoffelwürfeln und Auberginencreme.
Making of in Bildern; Zucchini-Tomaten-Soße mit Kräutern auf Vorrat eingekocht
Making of in Bildern; Zucchini-Tomaten-Soße mit Kräutern auf Vorrat eingekocht
Brotbacktag: Zwei Toastbrote, immer noch verbesserungswürdig, ...
Brotbacktag: Zwei Toastbrote, immer noch verbesserungswürdig, …
... und drei Roggenvollkornbrote mit Kümmel und Sonnenblumenkernen.
… und drei Roggenvollkornbrote mit Kümmel und Sonnenblumenkernen.
Kaninchen als Ganzes gekauft, zerlegt und mit Gemüse im Ofen gegart.
Kaninchen als Ganzes gekauft, zerlegt und mit Gemüse im Ofen gegart.
Dazu das oben erwähnte Toastbrot mit Salbeibutter
Dazu das oben erwähnte Toastbrot mit Salbeibutter
Chicoreesalat mit Haselnüssen, Sesamöl und Cassis-Essig.
Chicoreesalat mit Haselnüssen, Sesamöl und Cassis-Essig.

Lachs-Blätterteig-Taschen

Ein Lachsfilet lässt sich gerne von Blätterteig umarmen – mit ein wenig Gemüse und Salat ein sehr leckeres Essen.

An der selben Fischtheke, an der Sammelhamster gestern den Tintenfisch gekauft hat — purer Zufall –,  habe ich mir ein großes Stück Lachsfilet gegönnt. Dazu noch eine Packung Blätterteig, nicht von der Fischtheke.

Ab mit dem rohen Lachs und ein wenig Dill und Knoblauch in den Blätterteig …

Noch blass: der gefüllte Blätterteig.
Noch blass: der gefüllte Blätterteig.

Dazu gab es — unfotografiert — Fenchel- und Kohlrabigemüse mit Honig und Chili aus der Pfanne. Und einen Tomatensalat mit Zwiebeln und Kapern.

Tomatensalat mit Kapern und Zwiebeln
Tomatensalat mit Kapern und Zwiebeln

Die Lachs-Blätterteigtaschen leicht gebräunt und fast ein bisschen zu durch auf den Teller … lecker! 🙂

Blätterteig gefüllt mit Lachs, Knoblauch und Dill
Blätterteig gefüllt mit Lachs, Knoblauch und Dill

Tzatziki – ein einfaches und leckeres Rezept

Mein persönlicher König der Salate für eine Grillfeier ist Tzatziki. Diesen griechischen Gurkensalat gibt es in tausenden Rezeptvarianten, alle mehr oder weniger raffiniert. Ich bevorzuge eine sehr einfach Version, die auch relativ schnell zubereitet ist.

Mein persönlicher König der Salate für eine Grillfeier ist Tzatziki. Diesen griechischen Gurkensalat gibt es in tausenden Rezeptvarianten, alle mehr oder weniger raffiniert. Ich bevorzuge eine sehr einfach Version, die auch relativ schnell zubereitet ist.

Dazu verwende ich zwei Päckchen Magerquark, eine große Salatgurke, drei Zehen Knoblauch, Weinessig, Olivenöl, Salz und Pfeffer. Über die Menge an Knoblauch kann man streiten, aber unter drei Zehen Knoblauch kann ich den Tzatziki auch gleich bleiben lassen und einfach Gurkensalat machen.

Zutaten für einen einfachen Tzatziki.
Zutaten für einen einfachen Tzatziki.

Die Gurke wasche ich und reibe sie — mit einer Reibe 😉 — relativ grob in Streifen.

Gurke mit Schale grob reiben.
Gurke mit Schale grob reiben.

Jetzt kommt auf die geriebenen Gurken eine ordentliche Portion Salz. Das Ganze mische ich dann schön durch und lasse es eine Viertelstunde stehen. Das Salz zieht das Wasser aus der Gurke — Stichwort „Osmose“.

Ordentlich Salz auf die geriebenen Gurken.
Ordentlich Salz auf die geriebenen Gurken.

Das Wasser drücke ich dann aus den Gurken heraus, zurück bleibt ein kleiner Rest an weniger wässrigen Gurkenstreifen. Da sieht man mal, wie viel Wasser in so einer Gurke drin ist — oder war.

Die gesalzenen Gurken ausdrücken.
Die gesalzenen Gurken ausdrücken.

Dann die zwei Päckchen Quark zu dem Gurkenkonzentrat geben und durchrühren.

Quark zu den Gurken geben.
Quark zu den Gurken geben.

Jetzt zum Knoblauch. Ich liebe Knoblauch. Über viele Jahre habe ich verschiedene Methoden ausprobiert, wie man Knoblauch am Besten zum Kochen verwenden kann — und bin beim Zerreiben gelandet.

Drei Zehen Knoblauch.
Drei Zehen Knoblauch.

Die Zehen schäle ich und hacke sie mit dem Messer erst mal klein. Je kleiner, desto leichter wird das Zerreiben dann.

Gehackter Knoblauch
Gehackter Knoblauch

Nun gebe ich Salz auf die gehackten Knoblauchzehen. Das Salz dient als Schleifmittel und zerreibt den Knoblauch. Je mehr Salz, desto leichter geht das Zerreiben.

Knoblauch mit Salz und einem Messer zerreiben.
Knoblauch mit Salz und einem Messer zerreiben.

Wie cremig man den Knoblauch haben will, muss man selbst entscheiden. Ich mache meistens keine zu feine Paste, ein klein wenig bröckelig darf er noch sein.

Zerriebener Knoblauch.
Zerriebener Knoblauch.

Den Knoblauch rührt man in den Gurkenquark mit ein. Dann einen guten Schuss Weinessig und einen noch besseren Schuss Olivenöl reingeben.

Der angehende Tzatziki mit Weinessig und Olivenöl.
Der angehende Tzatziki mit Weinessig und Olivenöl.

Und fertig ist der Tzatziki. Ganz leicht! 🙂

Durchrühren, und fertig ist der Tzatztiki
Durchrühren, und fertig ist der Tzatztiki

Klar können bessere Zutaten den Tzatziki noch besser machen, aber meiner Meinung nach hängt der Geschmack vor allem an der Zubereitung der Gurke — ich drück das Wasser ordentlich aus — und des Knoblauch — ich zerreiben ihn mit Salz und Messer. Mit den Mengenverhältnissen aller Zutaten muss man einfach etwas herumspielen, bis man seinen persönliches Favoriten gefunden hat.

Making of Mangoldsalat

Mangold mal nicht als Gemüse, sondern als Salat. Eigentlich gar nicht schwer. Nötig: Topf, Pfanne, Zwiebeln, Nüsse und Sesamöl – und 15 Minuten Zeit.

Da liegt er, der Mangold
Da liegt er, der Mangold

Heute kamen die Reste vom Grünkohlhasen auf den Tisch, zu dem es gestern — ganz vergessen zu erwähnen — einen Fenchel-Orangen-Salat gab. Und Salat esse ich schon arg gern, darum musste heute auch einer her. Was war vom Markteinkauf am Samstag noch da? Mangold! Der muss ja nicht immer als Gemüse enden.

Vor Urzeiten haben ich mal einen lauwarmen Mangoldsalat gegessen, also habe ich da der Basis meiner nebulösen Erinnerung daran mal losimprovisiert.

Mangold hat ja einigermaßen zarte Blätter und kräftige Strünke. Also hab ich sie getrennt voneinander befragt behandelt.

Trennkost: Mangoldblätter und -strunk
Trennkost: Mangoldblätter und -strünke

Die Blätter habe ich abgeknickt und kurz in heißem Salzwasser blanchiert. Wie lange genau weiß ich gar nicht mehr, aber mehr als zwei bis drei Minuten waren es nicht. Dann habe ich das Wasser abgegossen und sie im Sieb etwas auskühlen lassen.

Blanchierte Mangoldblätter
Blanchierte Mangoldblätter
Die Mangoldstrunke brutzeln mit den Zwiebelnüssen
Die Mangoldstrunke brutzeln mit den Zwiebelnüssen

Die Strünke habe ich etwas kleiner geschnitten. Die Pfanne auf den Herd, heiß werden lasse und Sesamöl rein. (Ich habe eine extrem bescheidene Öl- und auch Essigsammlung daheim, aber Sesamöl darf da nicht fehlen. Da steh ich einfach drauf!). Die Zwiebelstücke und eine kleine Handvoll aus dem Tütchen mit gemischten Kernen in die Pfanne geworfen, kurz angebräunt und die Mangoldstrünke hinterher. Pfeffer und Salz rein, Deckel drauf und so zehn Minuten — ich habe wieder nicht auf die Uhr geschaut — dünsten lassen. Wer es nicht so knackig mal — lieber fünfzehn Minuten.

Dann die noch leicht warmen Mangoldblätter und die ebenfalls warmen Mangoldstrünke mit den Zwiebeln und den Kernen in ein Schüssel geben, ein bisschen Weinessig drüber und gut ist. Lecker! 🙂

Mangoldsalat
Mangoldsalat

Portulak, oh leckeres Unkraut

Neulich sah ich beim Gemüsehändler eine Kiste ohne Namensschild mit einem mir fremden Grünzeug, das ein bisschen wie ein stark mutierter Feldsalat aussah — sehr lange, dünne Stengel und große Blätter.  Naja, eigentlich sah es nicht mal wie mutierter Feldsalat aus.

Trotzdem hab ich eine eine große Hand voll mitgenommen und beim Zahlen den Namen der schlanken Unbekannten erfahren: Portulak. Nie vorher gehört.

Was sagt Wikipedia dazu? Unter anderem das:

Portulak
Portulak

„Der Portulak galt 1993 weltweit als die achthäufigste Pflanzenart und zählte zudem zu den zehn schädlichsten ‚Unkräutern'“

Da stellen sich mir zwei Fragen: Ist der Verkauf dieser botanischen Besatzungstruppen überhaupt legal — und warum habe ich noch nie von ihnen gehört. Die Antworten auf diese Fragen lauten „Nein“ und „Keine Ahnung“.

Aber die Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau gleich bei mit um die Ecke sieht die Pflanze in ihrem PDF (Portulak Document Format) deutlich positiver. Dass er auch „Kubaspinat“ genannt wird, dass es Winter- und Sommerportulak gibt (dann hatte ich vermutlich den Winterportulak) und vor allem, dass er auch ganz bewusst zum Essen angebaut wird.

Und das völlig zu recht. Ich habe ihn einfach nur mit ganz, ganz wenig Zitronensaft, Öl, Salz, Pfeffer und Zucker angemacht und kurz ziehen lassen. Fein, fein, fein. Knackig, nussig, lecker.  Und schön schaut er in der Schüssel auch aus.

Unkraut … pffffff! 🙂

Portulak, für ein Unkraut doch recht schön und lecker.
Portulak, für ein Unkraut doch recht schön und lecker.