Lachs-Blätterteig-Taschen

Ein Lachsfilet lässt sich gerne von Blätterteig umarmen – mit ein wenig Gemüse und Salat ein sehr leckeres Essen.

An der selben Fischtheke, an der Sammelhamster gestern den Tintenfisch gekauft hat — purer Zufall –,  habe ich mir ein großes Stück Lachsfilet gegönnt. Dazu noch eine Packung Blätterteig, nicht von der Fischtheke.

Ab mit dem rohen Lachs und ein wenig Dill und Knoblauch in den Blätterteig …

Noch blass: der gefüllte Blätterteig.
Noch blass: der gefüllte Blätterteig.

Dazu gab es — unfotografiert — Fenchel- und Kohlrabigemüse mit Honig und Chili aus der Pfanne. Und einen Tomatensalat mit Zwiebeln und Kapern.

Tomatensalat mit Kapern und Zwiebeln
Tomatensalat mit Kapern und Zwiebeln

Die Lachs-Blätterteigtaschen leicht gebräunt und fast ein bisschen zu durch auf den Teller … lecker! 🙂

Blätterteig gefüllt mit Lachs, Knoblauch und Dill
Blätterteig gefüllt mit Lachs, Knoblauch und Dill

Ein Hase saß auf grünem Kohl …

Dass ich das letzte Mal Hase gegessen habe, ist etwa 25 Jahre her. Dass ich das letzte Mal Grünkohl gegessen habe, war wohl in meinem vorigem Leben — in diesem zumindest nicht. Zeit als, die Kochdepp-Flagge auf dem Planeten Grünkohl zu hissen und mit meinem alten Kumpel Hase ein Wiederschmecken zu feiern.

… sing holly polly doodle all the day!

Halber Hase geviertelt und Grünkohl
Halber Hase geviertelt und Grünkohl

Dass ich das letzte Mal Hase gegessen habe, ist etwa 25 Jahre her. Dass ich das letzte Mal Grünkohl gegessen habe, war wohl in meinem vorigem Leben — in diesem zumindest  nicht. Zeit als, die Kochdepp-Flagge auf dem Planeten Grünkohl zu hissen und mit meinem alten Kumpel Hase ein Wiederschmecken zu feiern.

Vom Metzger hatte ich einen halben Stallhasen, der Länge nach halbiert und in vier Stücke geteilt. Am Markt habe ich einen Grünkohl gekauft, Bio sogar. Und Kartoffeln hatte ich noch daheim. Ich war also bereit.

Ich wollte es nicht allzu kompliziert machen — Einfachheit schmeckt meistens!

Die Hasenstücke habe ich einfach in der Pfanne angebraten — in der ich vorher ein paar Streifen Schweinewarte gebrutzelt habe — und danach in einem Teller geparkt. Dann kam eine grob geschnittene Zwiebel in die Pfanne und noch die Innereien des Hasen — Leber, Niere und Herz dazu. Das alles hab ich kurz anschwitzen lassen und mit etwas Weißwein abgelöscht. Salz und Pfeffer rein, dann habe ich die Hasenteile in diesen Sud gelegt und kurz ziehen lassen. Die warme Schweinewarte habe ich aufgehoben.

Angebratene Hasenstücke
Angebratene Hasenstücke

Zuvor habe ich vom Grünkohl die Blätter abgeschnitten, also nur den Strunk übrig gelassen. Die Blätter habe ich dann nur kurz in kochendes Salzwasser geworfen —  zwei bis drei Minuten vielleicht –, das Wasser abgegossen und den nun leicht weichen Grünkohl in eine Auflaufform getan.

Hasenherz
Grünkohlbett

I wanna lay you down in a bed of Grünkohl …

Auf das Grünkohlbett wurde nun der angebratene und leicht angeschmorte Hase — nun, gebettet eben. Und mit dem Sud aus der Pfanne in inklusive Zwiebeln und Haseninnereien übergossen. Die Schweinewarte habe ich strategisch darüber verteilt.

Geschmorter Hase auf Grünkohl
Geschmorter Hase auf Grünkohl

Die Auflaufform bekam einen Deckel aus Alufolie — betuchtere Köche können auch gleich einen Bräter nehmen — und das Ganze wanderte für 60 Minuten bei 180 Grand in den Ofen …

… und danach direkt auf den Tisch und Folie ab. Optisch hat sich gar nicht so viel verändert, bis auf dass der Grünkohl nicht mehr ganz so grün war. Aber der Geruch! Lecker und schwer beschreibbar.
Als Beilage habe ich Salzkartoffelschnitze gemacht, die gingen recht schnell.

Ich fand das Essen wirklich gut, so habe ich Hase noch nie gegessen, und der Grünkohl hat sich mit seinem leicht nussigen Geschmack gut bei mit eingeführt. Und es war so viel Hase und Grünkohl, dass ich morgen Abend noch schön die Reste essen kann. Und Grünkohl soll ja nach dem Auswärmen noch besser schmecken! 🙂

Geschmorter Hase auf Grünkohl
Geschmorter Hase auf Grünkohl
Geschmorter Hase auf Grünkohl
Geschmorter Hase auf Grünkohl
Geschmorter Hase auf Grünkohl
Geschmorter Hase auf Grünkohl
Geschmorter Hase auf Grünkohl
Geschmorter Hase auf Grünkohl

Forelle mit Rukolafüllung und Ofenkartoffeln

Pastinaken hatte ich noch nie gemacht – und die durfte mit anderem Gemüse in den Ofen und sich mit Rukola gefüllten Forellen vergnügen.

Die Woche über war kaum Zeit, etwas Vernünftiges zu Kochen. Darum ging und geht es am Wochenende etwas gediegener zur Sache.

Auf dem Markt hatte ich Pastinaken gekauft, einer meiner Newcomer des Wochenendes. Pastinaken habe ich ganz selten mal als Püree irgendwo gegessen, aber noch nie selbst gekocht.

Geschälte Pastinake
Geschälte Pastinake

Im Kühlschrank war noch Paprika, Fenchel und Gelbe Rüben. Die Pastinake und die Gelbe Rübe habe ich geschält, die Paprika und den Fenchel gewaschen. Dann wurde das ganze Gemüse in ziemlich grobe Stücke geschnitten — vom Fenchel habe ich noch Strunk entfernt. In einer Schüssel habe ich die Stücke mit einer Marinade aus Honig (knapp ein Esslöffel), Chilliöl und Salz mit den Händen durchmischt.

Mit einem Löffel ging das Vermischen mit der Marinade leider nicht sehr gut, also musste ich die Hände zu Hilfe nehmen, obwohl ich es hasse, wenn meine Hände von Honig kleben. Komischerweise geht mir das nur mit dem Honigklebegefühl so, alle anderen pappigen Substanzen machen mir da nichts aus.

Die marinierten Gemüsestücke kamen dann auf ein Blech mit Backpapier (das in meiner unterfränkischen Heimat phonetisch nicht vom „Packpapier“ zu unterscheiden ist! 😉 ), die Reste des Thymians vom Balkon obendrauf und eine dreiviertel Stunde in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen.

Gemüse auf dem Blech und dem Weg in den Ofen: Pastinake, Karotte, Paprika und Fenchel
Gemüse auf dem Blech und dem Weg in den Ofen: Pastinake, Karotte, Paprika und Fenchel

So, das war das Gemüse, jetzt kam der Fisch an die Reihe, den ich wieder einmal so frisch wie nur möglich auf dem Markt gekauft habe.  Die beiden Forellen habe ich erst mal gesalzen — und diesmal haben sie nicht gezuckt.

Die Zutaten für den Fisch: Forelle, Salz, Chiliöl, Rukola und Knoblauch
Die Zutaten für den Fisch: Forelle, Salz, Chiliöl, Rukola und Knoblauch

Dann habe ich die Forellen geschuppt. Ich weiß gar nicht, ob ich das unbedingt musste, aber da sie diesmal nicht in der Pfanne gebraten wurden, habe ich mir die — relativ wenige — Mühe gemacht. Einfach mit dem Messer „gegen den Strich“, also vom Schwanz in Richtung Kopf von der Haut die Schuppen abkratzen.

Forelle, gespickt mit Knoblauch, mit Chiliöl bestrichen, und mit Rukola gefülltDann füllte ich die Bauchhöhle der Forellen mit Rukola, habe außen vier tiefere Schnitte in das Fischfleisch gezogen und da Knoblauchstückchen reingesteckt. Die gefüllten und gespickten Fische habe ich auf große Stücke Alufolie gelegt, mit ein wenig Chiliöl beträufelt und schön dicht in die Alufolie eingewickelt.

Die Fische kamen jetzt eine halbe Stunde zum Gemüse in den Ofen …

… und dann gemeinsam mit dem Gemüse wieder heraus und auf den Teller.

Die Kombinaten hat mir richtig gut geschmeckt! Die Forelle hat durch den Rukola, den Knoblauch und das Chiliöl einen mediterranen Hauch mit milder Schärfe bekommen. Passte super zu dem süßlich-scharfem Gemüse, das bei mir leider ein wenig trocken wurde. Hätte wohl mehr Marinade machen sollen.

Forelle mit Rukola und Ofengemüse
Forelle mit Rukola und Ofengemüse
Forelle mit Rukola und Ofengemüse
Forelle mit Rukola und Ofengemüse
Ofengemüse: Pastinake, Karotte, Paprika und Fenchel
Ofengemüse: Pastinake, Karotte, Paprika und Fenchel