Gewürzmischung – der Fußabstreifer am Vorhof der Hölle

Nachdem ich einen Podcast namens Würzmischung mein Eigen nenne (in dem es nicht ums Kochen geht), wollte ich auch mal eine herstellen, eine Gewürzmischung.

Nicht dass ich Kochzivilist Andreas Konkurrenz im Gewürzgeschäft machen wollte (oder könnte), ich wollte einfach mal ausprobieren, was mit Gewürzen so geht — und wie. Gemerkt habe ich auf jeden Fall, dass es gar nicht so einfach ist, ein passendes Verhältnis zwischen den einzelnen Zutaten herzustellen.

Gewürzmischung Warm in den Mörser

An Komponenten für meine Gewürzmischung habe ich Sesam, getrocknete Chilli, Kardamon, Piment, Meersalz und Zucker verwendet.

Die Zutaten für die Gewürzmischung werden angeröstet oder erwärmt.
Die Zutaten für die Gewürzmischung werden angeröstet oder erwärmt.

Die Sesamkörner habe ich in der Pfanne leicht angeröstet und die restlichen Zutaten zu Schluss noch leicht mit angewärmt.

Dann habe ich alles in den Mörser gegeben und alles einigermaßen fein zerrieben — da roch es schon mal sehr lecker. 🙂

Ein genaues Rezept habe ich nicht. Ich habe nach dem ersten Mahlvorgang beim Probieren gemerkt, dass viel zu viel getrocknete Chili drin waren, es war höllenscharf. Also habe ich etwas Zucker dazu und den Anteil der anderen Zutaten erhöht, um die Schärfe etwas zu dämpfen .

Am Ende müsste das Gewürz etwa dieses Verhältnis gehabt haben

40 Prozent Sesam
20 Prozent Chili
15 Prozent Kardamon
10 Prozent Piment
10 Prozent Salz
5 Prozent Zucker

Der Geschmack? Nun, nach wie vor ist die Gewürzmischung sparsam einzusetzen, da es immer noch recht scharf ist. Nicht mehr scharf wie die Hölle, mehr so wie der Fußabstreifer am Vorhof der Hölle. Aber die Schärfe mit dem weichem Geschmack des Sesam und den Piment und Kardamonnoten, das hat schon was. Für einen ersten Versuch war das schon ganz in Ordnung.

Die fertige Gewürzmischung - der Fußabstreifer am Vorhof der Hölle
Die fertige Gewürzmischung – der Fußabstreifer am Vorhof der Hölle

 

Trockenzeit

Noch ist ja Sommer, aber irgendwie bin ich schon im Hamstermodus für die Winterzeit. Ins Haus geschneit ist mir eine Tüte mit frischen Lorbeerblättern, und einen Bund kleiner roter Chilischote habe ich am Markt gekauft. Beide dürfen in paar Wochen — oder gar Monate? — bei mir auf dem Fensterbrett und am Küchenregal rumlungern und schon austrocknen.

Ich könnte natürlich auch versuchen, zumindest die Chili im Ofen zu trocknen. Aber Hey — ich habe Zeit, die Dinger dürfen in aller Ruhe richtig scharf werden. 😉

Der Lorbeer kommt dann in Soßen, Brühen und sind eine unverzichtbare für mich, wenn ich Sauerkraut koche. Die Chilis will ich dann mörsern und zum würzen nehmen — chön charf!

Ich freu mich schon … hamster, hamster, hamster … 🙂

Lorbeerblätter
Lorbeer – noch frisch.
Chilischoten
Chilischoten – trocknet, kleine rote Teufel!