Pesto aus Feldsalat

Ein Feldsalat musste weg, aber eben nicht als Salat. Also mal als Pesto – was besser klappte, als vermutet.

Wie so oft entstehen bei mir leckere Gerichte aus Not und Planlosigkeit. Am Samstag habe ich für das Wochenende Kopfsalat und Feldsalat gekauft. Leider habe ich vergessen, an diesem Tag einen der Salate auch zu essen. Darum hatte ich am Sonntag zwei Salate in der Küche, denen ich beiden nicht zutraute, noch den Montag zu erleben.

Gewaschener Feldsalat
Gewaschener Feldsalat

Da Feldsalat — in meiner Heimat auch als Schafmäuli bekannt — auch so ein zuppeliges Grünzeug wie Rucola ist, habe ich einfach den blinden Versuch durchgeführt, daraus ein Pesto zu machen. Leider sah die Zutatenauswahl in der Küche nicht toll aus — keine Pinienkerne und auch kein Knoblauch (was bei mir extrem selten vorkommt). Also improvisieren — und damit war ich an diesem Sonntag nicht der einzige. 😉

Ein kleiner Rest der Zwiebel für das Dressing des Kopfsalats musste als Knoblauchersatz herhalten und von Weihnachten übrig gebliebene Mandelblättchen sollten für ein nussiges Aroma sorgen.

Also, mal in Rezeptform (Mengen geschätzt)

  • 200 Gramm Feldsalat
  • 20 Gramm Mandelblättchen
  • Eine Viertel Zwiebel
  • Ein sehr guter Schuss Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
Feldsalat, Mandeln, Olivenöl, Zwiebeln, Salz, Pfeffer
Feldsalat, Mandeln, Olivenöl, Zwiebeln, Salz, Pfeffer

Den ganzen Kram habe ich in einen großen Becher gegeben, den Stabmixer mal kurz wirken lassen und — tataaaaa — das Feldsalatpesto war fertig. Und was soll ich sagen — es hat noch besser geschmeckt, als ich vorher gedacht hatte.

Das fertig Feldsalatpesto
Das fertig Feldsalatpesto

Hat wunderbar zu den geratenen Schweinefiletscheiben und zum Süßkartoffelbrei gepasst.

Schweinefilet mit Süßkartoffelbrei und Feldsalatpesto
Schweinefilet mit Süßkartoffelbrei und Feldsalatpesto

Und es war sogar noch was vom Pesto übrig 🙂

Feldsalatpesto im Glas
Feldsalatpesto im Glas

Paul und Paulas Enteneier

Enteneier sollte man in seinem Leben mal gegessen haben. Der Unterschied zum Hühnerei ist klein, aber fein. Dank Sammelhamster durfte ich welche probieren.

Enteneier mit Beipackzettel
Enteneier mit Beipackzettel

Vor ein paar Wochen veröffentlichte die Sammelhamsterin ein Rezept für Entenspiegelei und Bärlauch. Eier von Enten habe ich noch nie gegessen, und nach einem kurzen Schwätzchen bei Facebook wollte sie mir Bescheid geben, wenn sie wieder welche bekommt.

Und am Freitag — ebenfalls vor ein paar Wochen — war es soweit. Vor der Tür lag eine Pappschachtel, darin fünf Enteneier und eine Grußbotschaft von Frau Sammelhamster mit einem Bild der Erzeugerin Paula und Lege-Muse Paul.

Was für ein Gelb: Gekochtes Entenei
Was für ein Gelb: Gekochtes Entenei.

Eier von Enten habe ich noch nie gegessen, um den Geschmack zu testen, habe ich zwei davon einfach gekocht. Was mir gleich auffiel — die Schale ist ganz schön dick, da muss man den Löffel schon mit Schmackes benutzen. Und dann fiel mir gleich eine weitere Besonderheit auf — das Eigelb ist mal so richtig Gelb. Und der Geschmack? Schon ähnlich wie bei Hühnereiern, aber doch anders, kräftiger.

Omelette aus Enteneiern
Omelett aus Enteneiern

Aus den restlichen drei Enteneier habe ich ein Omelett gemacht. Die drei Eier kraftvoll aufgeschlagen — denkt an die dicke Schale — und mit ein wenig Sahne verquirlt. Dazu gab es Würzburger Grüne Soße. Auch das Omelette aus Enteneiern schmeckte etwas kräftiger und ein wenig anders als aus Hühnereiern — aber es war wirklich lecker.

Enteneier haben meinen kulinarischen Horizont nicht unglaublich erweitert, und ich bräuchte sie auf Biegen und Brechen nicht ständig. Aber wenn ich welche in die Finger bekomme, dann werde ich sie gerne nehmen. 🙂

Omelette aus Enteneiern mit Grüner Soße
Omelett aus Enteneiern mit Grüner Soße